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Perfektionismus – Perfektionist – Perfekt – die Worte sind in aller Munde, doch was steckt tatsächlich dahinter?

Lassen Sie uns zuerst einmal einen Blick auf das Wort selbst werfen.

Das lateinische Wort ‚perfekt‘ besitzt die Bedeutung ‚vollendet, vollkommen ausgebildet, abgemacht‚. Eine andere Variante ist die Zeitform ‚Perfekt‘ (Plusquam-perfekt…) In dieser Perspektive wird ‚ein Geschehen, ein Sein aus Sicht des Sprechers als vollendet charakterisiert‘.

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Quelle: hermalabel - hand.bmp

Zusammenfassend: Perfekt ist in sich abgeschlossen, fertig gestellt, beendet.

Stellt sich die Frage: Weshalb werden Perfektionisten nie fertig?

Dies liegt im Perfektionismuss selbst. Der Duden sagt: ‚Perfektionismus ist übertriebenes Streben nach Vervollkommnung.‘

Der ‚Knackpunkt‘ liegt also im Verhalten, nämlich der übertriebenen Suche nach einer perfekten Darstellung. Dabei wird übersehen, dass ‚perfekt‘ nicht die ’never-ending-Story‘ ist, sondern einen abgeschlossenen Prozess bedeutet.

Die Wirkung des Perfektionismus auf sich selbst kann demotivierend und frustrierend sein.

  • Fast nichts ist gut genug (gelungen)
  • nur unter Druck wird etwas fertig gestellt
  • erhöhter Zeitaufwand und damit einhergehend die Hetze von einer Aufgabe zur anderen – und immer wieder mit einer latenten Unzufriedenheit (es ist ja nicht perfekt…….)

Der Perfektionist legt seine Messlatte selbst. Und er legt sie sehr weit nach oben. Das Erreichen fällt schwer und damit auch das Leben, die Arbeit, der Beruf.

Der Perfektionist zieht auch seine Mitmenschen in Mit-Leiden-Schaft. Er erwartet von anderen den gleichen – z.T. – überzogenen Einsatz. Und da ihm nichts gut genug ist, ist sein Feedback stärker von Kritik denn Motivation geprägt. Dies widerum wirkt sich auf die Qualität aus: Mitarbeiter, Kollegen lassen nach: Warum anstrengen, wenn es sowieso nicht richtig ist? Und in der Familie sieht es ähnlich aus. Wenn es nicht tatsähliche Lethargie ist, die von der Mithilfe im Haushalt abhält, kann es daran liegen, dass es immer etwas auszusetzen gibt.

Wie kommen wir aus dieser Situation heraus?

Zuerst einmal: Sie sind Perfektionist, da Sie besser als der Durchschnitt sein wollen? Einverstanden. Werden Sie es. Und bleiben Sie es. Doch setzen Sie weniger Zwang als bisher ein.

  • Verändern Sie Ihre Wortwahl. Setzen Sie ERSTKLASSIG anstelle von Perfekt. Damit haben Sie die Chance spielerisch zu den Besten zu gehören.
  • Wo genau wollen Sie besser sein? Ist Ihr Ziel realistisch? Oder halten Sie es mit Cäsar und nehmen Zwischenziele ein. Zitat von Cäsar: ‚Lieber der erste in einem Dorf, als der zweite im Senat.‘ Damit ist nicht ausgeschlossen, dass Sie im ‚Senat‘ später noch der erste sein werden. Vorab haben Sie die Chance einen Schritt nach dem anderen zu machen. Oder werden Sie der SPEZIALIST in einer NISCHE.
  • Wenden Sie das 80-20-Prinzip an. Dies besagt zum einen: 20% des Aufwands, der Kunden, der täglichen Aufgaben bewirken 80% des Ergebnisses. Zum anderen bedeutet dies: Der Aufwand um von 80% auf 100% zu kommen liegt rechnerisch bei 20% – vom Aufwand her steht dies in keinem Verhältnis. Der zeitliche Aufwand übersteigt dies um ein vielfaches.

Perfektionismus und Fehlerfreiheit

In manchen Situationen, Aufgabengebieten etc. scheint Perfektionismus trotzdem angebracht. Allerdings wird hier  Perfektionismus mit Fehlerfreiheit verwechselt. Den Unterschied zeigt dieses Beispiel.

In der Produktion eines KfZ-Herstellers müssen alle Arbeiten fehlerfrei ausgeführt werden. Wird etwas verschraubt, müssen die Schrauben fest sitzen. Eine lose sitzende Schraube wäre fatal.  Perfektionismus demgegenüber wäre, wenn der Mitarbeiter  die einzelnen Schrauben, nachdem sie fest sitzen,  zusätzlich mit einem Tuch abwischen würde, damit sie schön sauber sind.

Ein übertriebenes Beispiel? Dann betrachten wir uns die Erstellung eines Ergebnischarts aus dem Controlling. Es kann eine Tabelle erstellt werden, die übersichtlich die relevanten Zahlen darstellt, mit einem einfachen Tabellenrahmen. Es geht jedoch auch mit einem Mehr an Aufwand. Die Tabelle erhält einen Rahmen in genau den Firmenfarben; die Zeilen werden abgestuft und die Schriftart wird ebenfalls mehrfach überarbeitet. All diese Zusatzaufgaben blockieren Zeit. Während der eine bereits im Feierabend ist, bastelt der Perfektionist noch an der perfekten Darstellung.

In unseren Beispielen ist das Ziel ein fehlerfreies Ergebnis. Dies wird erwartet. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung. Und genau darin liegt ein großer Vorteil.

Um dieses Ziel zu erreichen kann darauf geachtet werden, wie dies in einer schnellstmöglichen Zeit und mit möglichst geringem Aufwand erfolgen kann.

Hält man sich an ein perfektionistisches Ziel, so laufen Zeit und Aufwand davon.

Fazit

Entspannter leben und arbeiten ohne Perfektionismus. Werden Sie erstklassig, werden Sie exzellent und erreichen Sie Ihre Ziele spielerisch und mit Spaß-

………………….

Und wenn Sie jetzt wissen möchten, wie Sie persönlich aus der Perfektionismusfalle herauskommen, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre

Ursula Vormwald

der M.E.K. Organisations-Profiler

 

 

 

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