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Zeitverlauf oder Zeitempfinden?

Es ist wieder soweit. Die Winterzeit ist auf Sommerzeit umgestellt. Und wir unterliegen dem time lag, das wir sonst nur von Reisen in andere Kontinente kennen. Dieses ‚time lag‘ liegt zum Teil an den Zeitunterschieden, die durch Chronos und Chairos begründet werden.

Zuerst einmal: Was bedeuten diese Begriffe.

Chronos und Chairos kommen aus dem Griechischen.Chronos (griechisch) bezeichnet die Zeitmessung, die lineare Zeit. Wir kennen den Begriff ‚Chronologisch‘. Hier sind die zeitlichen Abläufe nacheinander hinterlegt. Auch im Wort ‚Chronometer‘ erkennen wir den Ursprung.

Chairos (griechisch) ist der Zeitpunkt,  das Zeitempfinden, das Hier und Jetzt. Im Chairos geht es um die Qualität der Zeit.

In früheren Zeiten lebten Menschen verstärkt im Chairos. Es gab keine Zeitmessung. Das Leben war bestimmt von Tagesanfang und -ende sowie den Jahreszeiten. Erst mit der industriellen Revolution nahm Chronos Einzug in das menschliche Leben. Leben nach der Uhr wurde zum Standard. Tag und Nacht waren nicht mehr begrenzt. Künstliches Licht zögert(e) das Tagesende hinaus.

Bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit differieren unser Zeitgefühl und die gemessene Zeit. Die Uhr zeigt z.B. 14.00h, unsere Verfassung, unser Zeitgefühl ist jedoch noch bei 13.00h. Verstärkt wird dieses Gefühl durch die Lichtverhältnisse, die ebenso 13.00h aussagen. Erst im Laufe der folgenden Tage passt sich unser Gefühl und Körper an die vorgegebene Zeit an. Dann laufen wir wieder im Gleichschritt mit der gemessenen Zeit.

Solange bis die Sommerzeit wieder auf die Winterzeit umgestellt wird. Doch bis dahin genießen wir die lauen und langen Frühlings- und Sommerabende.

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